Finanzierung einer

Systemischen Psychotherapie

Die Systemische Therapie wurde inzwischen durch den "Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie" (WBP) und vom "Gemeinsamen Bundesausschuss" (G-BA) sozialrechtlich anerkannt.
Es kann aber durchaus sinnvoll sein, eine Psychotherapie selbst zu bezahlen, auch wenn man sie als kostenlose Leistung der Krankenkassen in Anspruch nehmen könnte.
Als Argumente bzw. Vorteile werden immer wieder folgende drei Punkte genannt, die auch für Sie interessant sein könnten:

Sie können Ihre Psychotherapie zeitnah beginnen

Die durchschnittliche Wartezeit auf den Ersttermin einer krankenkassenfinanzierten Therapie liegt in Großstädten bei zwei bis drei Monaten. Bis die Therapie dann beginnen kann, müssen Sie oft nochmals mit bis zu drei Monaten Wartezeit rechnen. Das heißt, dass Sie mit einer Gesamtwartezeit von bis zu sechs Monaten rechnen müssen, bevor die Therapie beginnen kann. Das ist oft viel zu lang, weil der zeitnahe Beginn einer Therapie einen wesentlichen Faktor für den Therapieerfolg darstellt.

Eine selbst bezahlte Psychotherapie hinterlässt
keine digitalen Spuren

Wird eine Psychotherapie mit der Krankenkasse abgerechnet, wird darüber eine Akte geführt. Das kann einen späteren Wechsel der Krankenkasse oder den Abschluss z.B. einer Berufsunfähigkeits- oder Lebensversicherung erschweren oder unmöglich machen. Auch LerhrerInnen sollten vor ihrer Verbeamtung auch schon im Studium keine krankenkassenfinanzierte Psychotherapie aktenkundig werden lassen, da das bei einer späteren Verbeamtung Probleme bereiten kann.

Individuell abgestimmte Sitzungszahl

Die Krankenkassen bewilligen je nach Therapieansatz des Therapeuten ein Kontingent von 25, 45 oder 90 Sitzungen. Die privaten Krankenkassen limitieren die Sitzungsanzahl in der Regel auf eine bestimmte Stundenzahl (z.B. 25 oder 30) pro Jahr. Bei einer selbst finanzierten Psychotherapie passen wir Anzahl der Sitzungen dagegen dem Therapiefortschritt individuell an. Die Erfahrung zeigt, dass bei einem individuell angepassten Therapieprozessen die Sitzungszahl oft deutlich unter der Sitzungsanzahl bewilligter Krankenkassensitzungen liegt.

Die Systemische Psychotherapie folgt in ihrer Resourcenorientierung immer dem Motto: "So einfach und kurz wie möglich, aber nicht einfacher und kürzer als nötig." und versucht dabei die Selbstheilungskräfte durch Hilfe zur Selbsthilfe zu stärken. 

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